Aktuelles

WIB- Werkstatt für Inklusion und Bildung

Die Region Hohenschönhausen ist mit über 100.000 Einwohner/innen und einem Bevölke­rungswachstum von jährlich über 2% eine der am stärksten wachsenden Regionen in Lichtenberg bzw. Berlin. Die Bevölkerungsstruktur von Hohenschönhausen ist sehr heterogen. Der Anteil der Einwohner/innen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrungen ist überproportional hoch und dadurch die soziale Infrastruktur zusätzlich stark belastet. Der notwendige Ausbau der kommunalen Infrastruktur von Hohenschönhausen ist für den Bezirk Lichtenberg und das Land Berlin eine große Herausforderung, u.a. bei der Versorgung der Bürger/innen mit Kita- und Schulplätzen sowie Freizeiteinrichtungen.

Der Bürgerverein Hohenschönhausen e.V. will mit seinem Engagement eine kinder- und familien-freundliche Umwelt fördern, in der Heranwachsende und Erwachsene einschließlich Senioren unabhängig von Herkunft, Weltanschauung und Geschlecht friedlich miteinander leben können (siehe §2 der Satzung). Dazu hat der Verein einen Arbeitskreis Werkstatt für Inklusion und Bildung in Hohenschönhausen, kurz „WIB-HSH,“ initiiert. Angeregt wurde die Idee „WIB-HSH“ durch die „Werkstatt – Schule, Jugendhilfe und Familie gemeinsam denken“ in der Region Friedrichshain-Kreuzberg (ehemals WIB), die bereits 2008 eingerichtet wurde. Die Initiator/innen der WIB-HSH haben die Werkstatt in Friedrichshain-Kreuzberg im Schuljahr 2016/17 im Rahmen eines EU-Projekts zur „Integration von Flüchtlingen in Schule“ kennengelernt und waren von der Arbeit in der Werkstatt sehr beeindruckt.

Ziel des Arbeitskreises WIB-HSH ist es, die unterschiedlichen Akteure und Initiativen in der Bildung, Erziehung und Betreuung junger Menschen in Hohenschönhausen miteinander zu vernetzen, um die bestehenden Angebote zu optimieren und gegebenenfalls zu erweitern. In erster Linie geht es um die Unterstützung inklusiver Bildungsansätze im Stadtteil, die insbesondere den durch Herkunft oder soziale Stellung der Kinder und Jugendlichen entstandenen Benachteiligungen entgegenwirken möchten. Schwerpunkte sind hierbei die Beratung und Unterstützung des pädagogischen Personals, wobei die Elternarbeit in Schule und Kindertagesstätte eine zentrale Rolle spielen soll. Darüber hinaus sollen Workshops, Seminare und Fachtage für Multiplikatoren, z.B. Betreuer/innen, Lehrer/innen und Schulsozialarbeiter/innen, zu aktuellen und von den Akteuren gewünschten Themen organisiert werden. Besondere Unterstützung sollen auch Patenschaftsprojekte durch den Arbeitskreis erfahren, so z.B. Lese-, Sprach- und Freizeitpatenschaften wie in der „Schule des Friedens“.

Neben den oben genannten Zielen möchte die WIB-HSH daran mitwirken, die Kommunikation zwischen den einzelnen an Bildung, Erziehung und Betreuung im Stadtteil Beteiligten zu optimieren, Schnittstellen zwischen den Angeboten zu identifizieren und sie nutzbar zu machen sowie Synergien zu erzeugen.

Die Initiator/innen der WIB-HSH streben eine langfristige Kooperation von freien Trägern mit den bezirklichen Institutionen und Verantwortlichen im Bezirksamt und der regionalen Schulaufsicht an.

Zu folgenden Themenfeldern sollen u.a. Angebote entwickelt werden.

  1. Schulsozialarbeit
  • Ausweitung und Verbesserung der bestehenden Angebote durch personelle Unterstützung z.B. durch ehrenamtliche Initiativen
  • Qualifikation des Personals, um dieses fit zu machen, die gestiegenen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Inklusiven Schule, einschließlich der Integration von Schülerinnen und Schülern ohne Deutschkenntnisse sowie oft mit Fluchterfahrung zu meistern
  • Unterstützung eines konstruktiven Dialogs zwischen Lehrkräften und Schulsozialarbeit
  1. Elternarbeit
  • Materialentwicklung, z.B. Übersetzungen, HA-Hilfen und Erklärungen, Sammlungen von Rechtsvorschriften und Verordnungen in diversen, häufig vorkommenden, Fremdsprachen
  • Empowerment und Interkulturelle Bildung
  1. Freizeitgestaltung
  • Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten und –stätten
  • Möglichkeiten der künstlerischen und sportlichen Betätigung
  • (Weiter)Entwicklung einer sinnstiftenden Freizeitgestaltung: z.B. Hilfsangebote für Bedürftige (Begleitung von Senioren, Menschen mit Behinderungen, Aktivitäten zur Verschönerung des „Kiezes“ etc.)
  • Medienerziehung (kritischer Umgang mit digitalen Medien, Open-Source-Software, Programmierung statt „Daddeln“)
  • Unterstützung bei schulischen Problemen – Patenschaften etc.
  • Hilfe bei sozialen Sorgen (materiell, seelisch …)
  1. Sprachbildung im Rahmen der oben genannten Angebote
  1. Lehrkräfte-Fortbildung zu den oben genannten Themen

Die Themenbereiche hängen, wie unschwer zu erkennen ist, eng zusammen bzw. überlappen sich oder bedingen einander. Hier streben die Akteure der WIB-HSH vor allem eine optimale Nutzung von Synergieeffekten an und erhoffen sich gegenseitige befruchtende Anregungen.

Ausdrücklich versteht sich die WIB-HSH als ein Verbund, der mit bereits vorhandenen Netzwerken und Initiativen kooperieren möchte und nicht in „Konkurrenz“ zu ihnen stehen will. Grundsätzlich wäre es schön, den Solidaritätsgedanken im Interesse einer nachhaltigen Bildungsarbeit im wachsenden Bezirk an oberster Stelle zu platzieren. Wir möchten das Rad nicht neu erfinden, sondern dafür sorgen, dass der Wagen noch besser rollt.

Initiator/innen

Katrin Janetzki, Beate Janke, Meike Nandico, Maren Putensen und Detlef Schmidt-Ihnen

Katrin Janetzki

Teamleitung BENN – Berlin entwickelt Neue Nachbarschaften, Buckow at Evangelischer Jugend- und Fürsorgewerk, bis Sommer 2017 Mitarbeiterin im Flüchtlingscamp in Falkenberg, Hausvaterweg

 

Beate Janke

Stadtteilkoordinatorin HSH, Verein für ambulante Versorgung Hohenschönhausen e.V.

Meike Nandico

Lehrerin, Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe „Integration durch Bildung“ in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Arbeitsbereiche Willkommensklassen und Europabildung

Maren Putensen

Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte im Büro der Integrationsbeauftragten im Bezirksamt Lichtenberg.

Detlef Schmidt-Ihnen

Vorsitzender des Bürgervereins Hohenschönhausen e.V.

Bis Sommer 2017 Schulleiter des Barnim-Gymnasiums in Hohenschönhausen und Betreuung von bis zu 16 Willkommensklassen in Kooperation mit der Feldmark-Grundschule.

 

Bürgersprechstunden 2018/19

Bürgersprechstunde zu folgenden Themenschwerpunkten

    Auf welche Schule soll mein Kind gehen?

Beratung zur Schullaufbahn, durch Detlef Schmidt-Ihnen (Schulleiter a.D.),  auch für Kinder und Jugendliche mit Handicap

Schule und was dann?

Berufsberatung durch Karsten Dietrich (Synicial Berlin GmbH)und Mitglieder aus dem BOB-Team

Ort   Zum Hechtgraben 1, 13051 Berlin, 1. Etage

Zeit  Montag, 08.10.2018, 15:30 – 18:00 Uhr

Montag, 26.11.2018, 15:30 – 18:00 Uhr

Donnerstag, 10.01.2019, 15:30 – 18:00 Uhr

Weitere Termine, auch zu anderen Themen, können Sie über die Telefon-nummer +49 (0) 30/ 96 066 522 oder per E-Mail info@buergerverein-hsh.de

3. Inklusionswoche Lichtenberg 2018

 

Die Inklusionswochen haben in Lichtenberg eine gute Tradition. 2014 fand sehr erfolgreich die erste Inklusionswoche statt, 2016 die zweite. Die 3. Inklusionswoche iwird nun vom 03.05. bis 09.05.2018 stattfinden. Organisiert wird diese Woche vom Bürgerverein Hohenschönhausen e.V. in Kooperation mit dem Bezirksamt Lichtenberg, unterstützt durch viele Partner im Bezirk. Schirmherr der Woche ist wieder der Bezirksbürgermeister von Lichtenberg, Herr Michael Grunst.

Das Motto der Woche „Alltag inklusive“ ist ein Auftrag, der an uns alle im Bezirk gerichtet ist. Inklusion ist das Ziel, es ist ein Menschenrecht, dem wir als Bürgerinnen und Bürger seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 besonders verpflichtet sind. Auf dem langen Weg zum Ziel wollen wir im Rahmen der Inklusionswochen Möglichkeiten der Begegnung anbieten sowie eine spannende Bandbreite an Themen und Projekten vorstellen, die für ein gemeinsames und inklusives Zusammenleben von besonderer Bedeutung sind.

Weitere Informationen: www.inwo-lichtenberg.de

 

 

Familienfest „Bunte Platte“

Bereits zum dreizehnten Mal findet am Dienstag, den 1. Mai 2018, das Familienfest „Bunte Platte“ am Warnitzer Bogen in Hohenschönhausen statt, organisiert vom Bürgerverein Hohenschönhausen e.V. Der Vorsitzende des Bürgervereins Detlef Schmidt-Ihnen und der Bezirksbürgermeister Michael Grunst werden das Fest um 11 Uhr gemeinsam eröffnen.

 

Dieses Fest ist ein Fest der Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz,

  • auf dem sich Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, ethnischen, sozialen und religiösen Erfahrung sich    friedlich und wertschätzend austauschen,
  • auf dem Ausgrenzung, Rassismus und Extremismus kein Platz hat..

Die Besucherinnen und Besucher können sich auf vielfältiges kulinarisches Angebot, sportliche Aktivitäten sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm freuen sowie viele Informationen von Vereinen und Trägern aus erster Hand.

 

Aller Lichtenberginnen und Lichtenberger und Gästen sind herzlich eingeladen!

Mitgliederversammlung 2017

Die gut besuchte Mitgliederversammlung 2017  fand am 29.11.2017 im Kieztreff Falkenbogen statt. Im Bericht des Vorstandes wurden eine Vielzahl von Aktivitäten und  Projekte ausführlich vorgestellt, hier eine Auswahl:

  • die Gesprächsrunde „100 Tage Rot-Rot-Grün“ am 15.03.2017 mit Karin Halsch (SPD), Ines Schmidt (Linke) und Danny Freymark (CDU), moderiert von Michael Kargus  (Bürgererverein HSH),
  • das von vielen Bürger/innen besuchte 12. Familienfests „Bunte Platte“ am 1. Mai 2017 am Warnitzer Bogen,
  • die Planungen für den den 1. Adventmarkt am 09.12.2017, am Schloss in Neu-Hohenschönhausen.

Für das Jahr 2018 wurden folgende Vorhaben präsentiert,  hier eine ausgewählte Zusammenstellung:

  • Aufbau eines Netzwerks zur Integration in Lichtenberg,
  • Plaung und Durchführung der 3. Inklusionswoche Lichtenberg vom 3. bis 9. Mai 2018, in Kooperation mit dem Bezirksamt Lichtenberg,
  • Planung von Beiträgen zur  Fete de la Musique am 2. Juni 2018.

Nach einer ausführlichen Diskussion aller Projekte, Vorhaben und des Finanzberichts wurden der Vorstand entlastet. Die Mitglieder/innen bedankten sich für engagierte Arbeit des Vorstandes, besonders bei Regina Schmidt, Karsten Dietrich und Detlef Schmidt-Ihnen.

Kulturnetzwerk Hohenschönhausen gegründet

Die Stadtteilzentren Hohenschönhausen Nord und Süd, die Galerien, die Anna-Seghers-Bibliothek, die Jugendkunstschule, das Mies-van-der-Rohe-Haus, die Seniorenvertretung, das Humboldt-Haus und selbstverständlich der Bürgerverein Hohenschönhausen – viele waren der Einladung der Kulturstadträtin gefolgt um ein Kulturnetzwerk für Hohenschönhausen zu gründen.

Es wurde beschlossen, sich regelmäßig zu treffen um die Kulturlandschaft deutlicher sichtbar werden zu lassen. Beiträge zum Entwurf des Kulturentwicklungsplanes (Hsh-Gedanken zu Entwurf KEP) werden umgehend von allen Interessierten der Runde an das Bezirksamt übergeben.

Nächstes Treffen im September 2015.

Lichtenberger Bezirksstadträtin plant „Kulturnetzwerk Hohenschönhausen“

Die Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur, Soziales und Sport, Kerstin Beurich, plant noch im April 2015 ein „Kulturnetzwerk Hohenschönhausen“ zu gründen. Dies ist auch eine Antwort auf den „Offenen Brief“ von Hohenschönhausener Bürger/innen vom September vergangenen Jahres. Weiterlesen